Der digitale Hermann: Das Blogstöckchen

Kennt ihr noch den Hermann? Diesen kleinen Hefekuchen, den man als undefinierbaren Blob von Freunden in der Schule bekam. Den man füttern musste, bis er im Ofen zum leckeren Kuchen wurde. Ich habe das Zeug geliebt.

Heute gibt es sowas auch in digital. Yaaay! Es nennt sich Blogstöckchen und ich habe eins zwei aufgefangen.
Da ich schon immer etwas von diesem digitalen Kuchen abhaben wollte und eh fürchterlich gerne über mich selbst rede, sind hier nun die 10 Fragen beantwortet, die ich von Franziska gestellt bekommen habe und danach nochmal 10, die Katja mir gestellt hat.

  1. Wann und warum habt ihr begonnen das Internet täglich zu nutzen?
    Im Herbst 2006. Nach der Schule zog ich mit meinem damaligen Freund zusammen und erst bei ihm hatte ich einen eigenen internetfähigen PC. Vorher konnte ich mir dieses Internet nicht leisten und fand es eh viel cooler mir all mein Abi-Wissen mühsam aus staubigen Büchern zusammen zu klauben.
    Kurz darauf entdeckte ich Facebook. Seitdem war ich nie wieder offline.
  2. Welche Webseite besucht ihr – von Google und den sozialen Netzwerken abgesehen – am häufigsten?
    Ich befürchte, dabei handelt es sich tatsächlich um NEUE ELITE, ehemals AMY&PINK, ehemals Tokyopunk usw. Gott, ich lese das Zeug schon viel zu lange.Das muss daran liegen, dass ich total auf reißerische Headlines stehe, aber mich dann doch nicht ganz auf BILDniveau herablassen möchte und mich fürchterlich gerne online beleidigen lasse. Außerdem bin ich seit Jahren heimlich verliebt in Marcel Winatschek, aber sagt das bloß nicht weiter.
  3. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
    Ich wurde von Katja Evertz gezwungen stetig motiviert, doch endlich auch mal dem Rest der Menschheit meine Meinung zur Welt, dem Universum und dem ganzen Rest mitzuteilen.
    Der ausschlaggebende Punkt, die Sache durchzuziehen war, als ich letztes Jahr ein Ventil brauchte eine Trennung zu verarbeiten. Da entstand Die emotionale Entnetzung. Übrigens der meistgelesenste Beitrag hier bisher.
  4. Ohne welchen Vorteil, den es durch das Internet gibt, möchtet ihr nicht mehr leben?
    Katzen-GIFs Informationen und Austausch immer und überall. Wo bin ich und wo wollte ich eigentlich nochmal hin? Wie hieß der letzte Film von Ryan Gosling? Habe ich Oma und Opa schon ein Bild von meinem neuen Sonntagskleid gewhatsappt?
    Ohne mein Smartphone wäre ich ein Nichts.
  5. Von eurem eigenen mal abgesehen, welche drei Blogs empfehlt ihr?
    • Den Postillon für das wahre Gesicht des täglichen Weltgeschehens.
    • Serien Junkies für den schnellen Serien-Fix zwischendurch.
    • t3n für digitale News und leicht erklärtes online Wissen, das über den Social Media Tellerrand hinaus geht.
  6. Was muss immer dabei sein, wenn ihr das Haus verlasst?
    Ich habe eine Handtasche, mit der ich spontan das Land verlassen könnte. Wenn es hart auf hart kommt, könnte ich daraus auf alles außer Handy und Schlüssel verzichten.
    Obwohl ja Taschentücher schon auch wichtig sind. Und Stifte für den offline Notfall. Und mein Akkupack sowieso. Und Hustendrops für alle Fälle…
  7. Könntet ihr länger als einen Tag offline bleiben?
    Locker. Im Urlaub gibt es bei mir gar kein Internet. Ich zwinge sogar mich begleitende Freunde dazu offline zu bleiben.
  8. Welches Ereignis (privat oder öffentlich) hat euch im letzten Jahr am stärksten beeinflusst?
    RTL2 hat letztes Weihnachten nicht Das letzte Einhorn ausgestrahlt. Ich finde das verantwortungslos und auch ein bisschen verstörend.
    Außerdem hat die Weltpresse für mich ihren wahren Intellekt enthüllt, als das Royal Baby in jedem denkbaren Medium mit „Es gibt endlich einen Thronfolger!“ angekündigt wurde. Denkt mal drüber nach.
  9. Bei was für Posts oder Tweets werdet ihr selbst zum Troll?
    Wenn sich gestandene Frauen in ellenlangen Postings darüber beschweren, dass in dieser unserer online Filterbubble nur Männer auf Bühnen stehen und uns ihre intellektuellen Ergüsse um die Ohren hauen. Das ist Zeit, die sie in Speaker Coachings investieren sollten, um sich selbst auf Bühnen zu stellen.
    Überhaupt militanter Feminismus widert mich an.
  10. Welches Buch würdet ihr gerade empfehlen?
    Aus professioneller Sicht Social Media für Unternehmen von Stefanie Aßmann und Stephan Röbbeln und Der Social Media Manager von Vivian Pein. Weil ich weiß, dass diese Leute tatsächlich wissen wovon sie sprechen.
    Also gehet hin und kauft diese Bücher!
    Privat liegen auf meinem Nachttisch gerade Die Kunst des Krieges von Sun Tzu, Die gesammelten Schriften von Niccholò Machiavelli, für die leichte Abendlektüre, und 1Q84 von Haruki Murakami. Murakami geht immer. Und nächstes mal kriegt er den Literaturnobelpreis. Bestimmt.
  11. Was hättet Ihr gerne in der Schule gelernt?
    Zu recherchieren. Wo finde ich das Wissen, das ich brauche? Das wäre mal etwas praktisches gewesen. Aber hey, Polynom Division fetzt doch auch…
  12. Was macht Ihr am liebsten online?
    Leute stalken und Serien gucken.
  13. Was macht Ihr am liebsten offline?
    Leute stalken und Serien gucken.
  14. Welches Buch würdet Ihr gerade empfehlen?
    Siehe Nummer 10.
  15. Was hat Euch zuletzt so richtig wütend gemacht?
    NSAblablaObama…blaNeulandblablaPolitikbla…MenschenUnfairblaaaaaa…blaLügenblaaabla.
  16. Was hat Euch zuletzt so richtig glücklich gemacht?
    BlaEinhörnerblaaablaRegenbögenbla…Katzenbabiesblablaaabla…blaSteakblablaaa.
  17. Was ist Euer Lieblingsgeräusch?
    Prasselnder Regen an den Fensterscheiben. Was ein Glück, dass Häuser hohl sind!
  18. Und Euer Lieblingsfluchwort?
    Pottsau!
  19. Was würdet Ihr tun, wenn Ihr mit Eurer Arbeit kein Geld verdienen müsstet?
    Ich würde gerne sagen lesen, schreiben und reisen – Gedankenwelten erkunden und richtige Abenteuer erleben! Aber vermutlich würde ich dann doch nur auf der Couch landen und mit übertriebenem Binge Watching aller existierenden Serien, der nächsten Folge Game of Thrones entgegen hecheln.
  20. Was ist der wichtigste Rat, den Ihr je bekommen habt?
    Alles wird gut.

    Und weil der Winatschek so eine geile Sau ist, habe ich mir auch gleich  5 Fragen aus seinem Blogstöckchen geklaut, die einfach mehr Menschen beantworten müssen. 5 habe ich mir selbst ausgedacht, um die Spielregeln hier nicht zu missachten. Ich gebe das Blogstöckchen dann damit auch endlich weiter an: Steffi, Caro, Nadine, Clemens und Thomas.

    • Wenn das Internet nie erfunden worden wäre, was würdest du dann heute beruflich machen?
    • Welcher deutsche Blogger sollte eigentlich der bekannteste sein – und warum?
    • Wenn dir Yahoo 50 Millionen Euro in die Hand drücken würde, was würdest du für ein Projekt im Internet realisieren?
    • Welcher deiner alten Lieblingsblogs sollte wieder zum Leben erweckt werden – und warum?
    • Was macht die deutsche Blogosphäre deiner Meinung nach falsch, was die amerikanische richtig macht?
    • Welcher ist für dich der schönste Kinderfilm?
    • Anglizismenverbot für einen Tag – wie schwer wird die Kommunikation in deinem Job?
    • Serie oder Spielfilm – und warum?
    • Die durchschnittliche Lebenszeit deiner Topfpflanzen?
    • Was sollte man Kindern heute rechtzeitig über das Internet beibringen?

    Welchen drei Instagram-Accounts sollte jeder folgen?
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Eine Antwort zu Der digitale Hermann: Das Blogstöckchen

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