Mein erstes Barcamp

Vor ein paar Wochen hat Stefan in seiner Blogparade dazu aufgerufen, die Erinnerungen und Erfahrungen unseres ersten Barcamps aufzuschreiben und mit anderen zu teilen. Da viele immer noch nicht so ganz verstanden haben, was Barcamps eigentlich sind und warum jeder mal mindestens bei einem mitgemacht haben sollte, folge auch ich sehr gerne diesem Aufruf.

Mein erstes Barcamp, war das erste fbcamp in Hamburg, was inzwischen schon wieder anderthalb Jahre her ist. Und um gleich mal in die ganz große Wörterkiste zu greifen: Dieses Wochenende hat mein Leben verändert.

Katja hatte mir schon eine ganze Weile von diesen ach so tollen Barcamps erzählt, als sie mich damit rum kriegte, sie zum fbcamp zu begleiten. Immerhin ging es da um einen Teil meines Jobs, die Zeit konnte also kaum verschwendet sein. Zu dem Zeitpunkt, hatte sie mich auch schon darüber aufgeklärt, dass Barcamps nichts mit Alkohol zu tun haben – zumindest nicht in erster Linie…

Als ich mich zu Katja ins Auto setzte um den Weg nach Hamburg anzutreten, war ich schon fürchterlich aufgeregt. Immerhin stand mir nach Erzählungen, ein Wochenende voller wirklich kluger Menschen bevor, die alles erdenkliche über das Netz und Social Media wissen. Entgegen der allgemein vorherrschenden Meinung, bin ich in solchen Situationen, wo es darum geht besonders viele Menschen auf einmal kennenzulernen, absolut schüchtern.

Aber die Angst kann ich jedem schonmal nehmen. Auch wenn Barcamper eine eingeschworene Gemeinschaft sind, hat niemand Probleme, wenn auch nur für ein Wochenende, in diese Gemeinschaft aufgenommen zu werden.
Die Sessions und die Leute, die ich kennen lernen durfte, waren interessant, lehrreich, aufgeschlossen und freundlich.

Die wichtigste Erkenntnis des ersten fbcamps war für mich: Ich weiß etwas. Es mag sich trivial anhören, aber wenn man sonst kaum jemanden zum Austausch zu den Themen hat, für die man sich interessiert, sind die Gespräche auf Barcamps eine großartige Gelegenheit etwas über den eigenen Wissensstand zu lernen. Und wenn man etwas nicht weiß, kann man einfach fragen, niemand wird einem das übel nehmen.
Ein Großteil der Leute, die ich damals und auf weiteren Barcamps kennen lernte, zählen heute zu meinem Freundeskreis und ich möchte keinen davon mehr in meinem Leben missen.

Es ist aber auch festzuhalten, dass Barcamps nicht für jeden etwas sind. Wer sich nicht selber einbringen möchte, sowohl bei Sessions, als auch bei der Organisation vor Ort, sondern sich lieber von Vorträgen berieseln lässt, der sollte lieber zu den klassischen Konferenzen gehen.

Ich denke am aller treffendsten habe ich meinen Eindruck von Barcamps in meinem Rückblick auf das Monitoring Camp formuliert:

Ein BarCamp ist für mich so etwas wie das Hogwarts der “Netzkinder”, Nerds oder einfach Web-Professionals. Ein Ort, an dem wir miteinander Zeit verbringen und voneinander lernen können. Im Alltag ist man ja doch eher mit Netz-Muggeln konfrontiert, die einen bei den meisten Fragen nur schräg angucken und den Kopf schütteln.

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer: Meldet euch einfach bei einem Barcamp in eurer Umgebung an und probiert es selbst aus! Hier gibt es eine schöne Übersicht aller anstehenden Veranstaltungen.

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3 Antworten zu Mein erstes Barcamp

  1. Pingback: Blogparade “Dein erstes BarCamp” | Cortex digital

  2. Dagger schreibt:

    Sehr schön. Wieder jemanden konvertiert. Es ist gut so und gefällt so viele tolle Menschen auf einem Haufen zu treffen.

    Das mit dem BIERcamp sollten wir uns überlegen 😉

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