2012, du kleine Schlampe

Nanu, jetzt es ist schon wieder passiert. Wieder ist ein Jahr vorbei und schon wieder ging es so schnell. Und dieses Mal kann ich nur sagen: Gottseidank.

Das Jahr hat schleichend begonnen. Ich startete im Januar  in den alten Trott und merkte bald an meiner wachsenden Unzufriedenheit, dass etwas nicht stimmte. Der Jahresstart, war wie ein Schuh, in den man aus Gewohnheit schlüpft und in dem es plötzlich bei jedem Schritt drückt und zwickt. Aus dem man über Nacht herausgewachsen ist, obwohl er doch gerade so gut eingelaufen und bequem war.

Wo genau und warum es plötzlich drückte, war nicht genau auszumachen. Es war einfach unbequem und ich merkte, dass ich dringend etwas tun musste, um im gleichen Tempo weiterlaufen zu können. Ich brauchte quasi neue Schuhe.

So wünschte ich mir Veränderung. Und -oh ja- die sollte ich bekommen. Und genau wie beim Sams musste ich lernen: Wünsche, wollen wohl überlegt und genau formuliert sein. Diese Feinheit hatte ich natürlich nicht bedacht und bekam Veränderung in Reinform, mit allen Risiken und Nebenwirkungen, verabreicht.

Alice_Curtain

Ich war das erste Mal auf einem Barcamp und entdeckte damit eine neue Leidenschaft. Ich lernte. Ich traf viele neue und sehr liebenswerte Menschen. Ich lernte. Ich verliebte mich in einen Mann und ließ mich voll und ganz auf ihn ein. Ich lernte. Ich startete in einen neuen Job. Ich lernte. Ich gewann neue Kollegen und mit ihnen neue Freunde. Ich lernte. Ich wurde verlassen. Ich lernte. Ich verlor einen der wertvollsten und prägendsten Menschen in meinem Leben. Ich trauerte – und lernte.

So unglaublich viele Dinge, die sich in diesem Jahr verändert haben. Doch die allergrößte Veränderung bei all dem, bin ich selbst. 2012 hat mir meine eigene Coming-of-Age Geschichte beschert, an deren Ende ich nun gerade angekommen bin und all das Erlebte immer noch durchgehe, ordne und wegsortiere.

Ich kann 2013 kaum erwarten und das vor allem, damit der Spuk aus 2012 endlich vorbei ist. Aber auch, weil es mir altbekannte Situationen liefern wird, mit denen ich mit größter Wahrscheinlichkeit anders umgehen werde, nur weil ich so viele andere Erfahrungen gesammelt habe, mit allen möglichen Situationen, Menschen und mir selbst.

alice_quote

“I wonder if I’ve been changed in the night. Let me think. Was I the same when I got up this morning? I almost think I can remember feeling a little different. But if I’m not the same, the next question is ‚Who in the world am I?‘ Ah, that’s the great puzzle!”

– Alice in Wonderland

2012, du kleine Schlampe, endlich ist es vorbei mit uns. Du hast mich so gefordert, wie selten ein Jahr zuvor. Du hast mir Schlösser in den Wolken gebaut und mich Sekunden später hart auf den Boden der Tatsachen aufschlagen lassen. Du hast mir einen Gegner präsentiert, mit dem ich durchweg zu kämpfen hatte – mich selbst. Du hast mir aber auch Leute in die Arena gestellt, die mich beständig angefeuert haben, die mir die Tränen weggewischt haben, mich wieder hochgezerrt haben um mich wieder in den Ring zu schubsen. Ob ich wollte oder nicht. Und heute bin ich natürlich mehr als froh darüber.

Noch etwas zerzaust von der letzten Runde, habe ich die letzten Wochen nun zum Verschnaufen und Durchatmen genutzt, bevor es weiter geht. Bevor wir wieder in unsere Alltagsschuhe, die neuen, die nun endlich eingelaufen scheinen,  schlüpfen und unsere Wege durch 2013 gehen.

Für alle, deren alte Schuhe drücken oder die neuen noch schubbern, zitiere ich hier gerne nochmal den Satz, den man sich immer vor Augen halten sollte, wenn gerade nicht alles so läuft, wie es soll: Alles wird gut!

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2013!

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2 Antworten zu 2012, du kleine Schlampe

  1. Dagger schreibt:

    2013. It will be awesome!

  2. Lars Golenia schreibt:

    Beeindruckend. Manche Jahre sind halt nicht so unsers.

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